Skifahrt der T12 und der G11b nach Südtirol
Doch so leicht, wie sich das Herr Schelzig, Frau Sander und unsere beiden Studenten Marian und Dirk gedacht haben, waren wir dann doch nicht zu „bändigen“, also war Herr Schelzigs erster Versuch uns mit dem Film „Ice Age“ zu ermüden, ein ziemlicher Schuss in den Ofen! Aber nach einigen Stunden, ungefähr drei Pausen, ganz viel Musik, ein paar weiteren Filmen, ohne Sinn und ein bisschen gequatschte waren wir dann doch alle, bis auf ein paar „Arschloch“-Spieler und zwei oder drei etwas unbequem sitzende, eingeschlafen. Als dann am nächsten Morgen die meisten, mehr oder weniger gut ausgeschlafen, aufgewacht sind, waren wir schon fast am Ziel. Eine kleine „Extrarunde“ hat sich unser Busfahrer dann doch gegönnt, aber wir kamen dann doch noch rechtzeitig an. Kaum waren wir da, ging der Kampf um das beste Zimmer los. Wie zu erwarten war hat jeder ein Zimmer bekommen, doch was uns dann erwartete, war ein wenig gewöhnungsbedürftig: Es gibt tatsächlich eine „Duschtoilette“! ...Nein, das ist kein Scherz! Man kann es nicht beschreiben, man muss es gesehen haben! Naja, dann folgte natürlich ein kleines hin und her und Diskussionen, wie: „Euer Zimmer ist viel cooler!“, aber da wir von der Fahrt so erschöpft und müde waren, hatte keiner Lust auf Streit und wir machten es uns auf dem Balkon bequem und genossen die Sonne. Genau weiß ich nicht, was Florian und Steven, dazu angetrieben hat, auf den Berg zu steigen, aber auf einmal standen sie in voller Schneemontur vor uns und verkündeten uns ihr Tagesziel. Irgendwie gestaltete sich dieses wohl schwieriger als vermutet, denn nach ungefähr einer Stunde, kamen sie total geschafft zurück und berichteten von den schwierigen Bedingungen. Als Kristin, Jacqueline, Merle, Stephi, Nicole, Sabrina und Marie davon Wind bekamen, beschlossen sie kurzerhand, dies zu überbieten. Während die meisten auf dem ersten Hügel zurückblieben, um die Schneeballschacht nicht zu unterbrechen, wurden Jacqueline und Kristin von ihrem Ziel angetrieben, höher zu steigen als die beiden Jungs, was sie nachher auch erfolgreich geschafft haben. Einige andere beobachteten diesen „Wettkampf“ extrem gelassen vom sonnigen Balkon aus. Nach dem Abendbrot versammelten sich hier und da noch einige Unermüdliche, doch mit der Zeit wurde es dann auch langsam still, denn am nächsten Tag mussten wir ja wieder früh hoch. Nach dem Frühstück ging es dann endlich ab auf die Piste. Zunächst wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Marian kümmerte sich um die Snowboard-Profis aus der T12 und Dirk um die aus der G11b. Herr Schelzig und Frau Sander übernahmen die Aufsicht über die Skifahrer, aus denen sich im Laufe der Zeit noch eine weitere Gruppe bildete. Sie wurde liebevoll die „Krüppelgruppe“ genannt und Frau Sander nahm deren Mitglieder unter ihre Fittiche. Die ersten beiden Tage wurde ordentlich geübt, sodass es jeder ab dem dritten Tag, mehr oder weniger gut, auf die Reihe gekriegt hat. Ich denke, jeder hat die Zeit genossen, also jedenfalls fast alle. Stephi hatte am zweiten Tag extremes Pech und als sie gestürzt war, wusste sie noch nicht, wie schwer es ist, in Italien ein Krankenhaus aufzusuchen oder besser, wieder nach Hause zu kommen. Dem Rest, so hoffe ich doch, hat es jedenfalls Spaß gemacht, auch wenn in der Zeit, die wir im Lift verbrachten, der ein oder andere Spruch über die „Kunst des Hinfallens“ abgelassen wurde, sind wir alle gut miteinander ausgekommen und niemand wurde ausgelacht, wenn mal etwas nicht so glatt lief. Da Herr Schelzig die wunderbare Idee hatte, jedem Tag ein Motto zu widmen, welches wir dann natürlich auch laut „herausschreien“ sollten, wurden wir das ein oder andere Mal etwas ungläubig und irritiert beobachtet, was uns ziemlich amüsierte. Hendrik hatte auch eine Idee für ein Motto, dass mir persönlich ganz gut passte: „Wer nicht fällt, fährt nicht am Limit!“ Die Tage auf der Piste sind wie im Fluge vergangen und jeden Tag haben wir dann natürlich auch ausgekostet. Klar, dass da bei Wartezeiten und in den Pausen, Schneeballschlachten und Einseifattacken nicht zu kurz kamen. Die Abende haben wir dann natürlich total ausgekostet. Während sich die einen zu einer Session in Zimmer 17 trafen, haben andere im Keller Kicker oder Tischtennis gespielt. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß. Ein DVD- und ein Diskoabend waren auch mit von der Partie. Am letzten Abend haben wir dann ein Kicker-Turnier veranstaltet. Es wurde ziemlich eng und am Ende hatten wir auch ein Siegerteam. Am Donnerstag wollten alle noch mal richtig Gas geben und haben alle Pisten noch mal ausprobiert. Wir durften alle noch mal Herr Schelzigs gelbe Snowboard-Hose bewundern, für die er wohl ein paar spöttische Sprüche einstecken musste, was er allerdings gelassen nahm. Ja und dann rückte der Moment der Abreise immer näher. Alle, oder besser gesagt, fast alle, bemühten sich ihr Zimmer sauber zu hinterlassen. Nachdem dann auch wirklich alle Zimmer ordentlich waren, aßen wir noch schnell und dann ging es ab nach Hause. Wir machten es uns also wieder im Bus bequem und spielten noch eine Runde Karten oder erzählten uns Witze. Allerdings tönten schon nach wenigen Stunden laute Schnarchgeräusche von den beiden vorderen Plätzen, wo Dirk und Marian saßen. Da wir alle ziemlich müde waren, haben fast alle, bis auf ein paar Redebedürftige, geschlafen. Als wir dann am nächsten Morgen endlich Bad Segeberg wieder erreichten und aus dem Bus stiegen, wurden die meisten mit den Worten; „Meine Güte, siehst du `fertig´ aus!“ , begrüßt. Dann wurde fleißig verabschiedet und am 06 März 2009 war unsere Klassenfahrt leider zu Ende. Loreen Isabell Rother
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