| Ein weiterer Raum an der Beruflichen Schule ist mit einer Alarmanlage ausgestattet. |
| Geschrieben von: Jascha Heering |
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Am 01.09.2008 hatte die BFS-TE07 in der Stunde von 9:30 - 11:00 Uhr die Idee, für den EDV Raum 113 in Haus B eine Alarmanlage zu bauen, da nach mehreren Einbrüchen in die Schule, das schulische Eigentum besser geschützt werden sollte. Über den Vorschlag musste nicht lang nachgedacht werden. Er wurde schnell angenommen. Nachdem das „Projekt Alarmanlage“ beschlossen war, wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt. Nach der Teilung ging es los.
Als erstes mussten wir schauen was für eine Anlage wir besorgen. Soll sie über W-LAN laufen oder doch extern mit Leitungen verbunden sein? Durch Herrn Tesch kamen wir an Kataloge von Conrad (ein Lieferant, der sich auf die Elektronik spezialisiert hat) in denen wir nach ganzen Alarmanlagenbausätzen suchten. Nach längerer Suche wurde eine interessante Alarmanlage gefunden. Sie hatte eigentlich alles was wir brauchten und lief über W-LAN. Aber bevor wir bestellten, wollten wir uns erst mal ein paar Infos über die Anlage besorgen. Da die heutige Kommunikationsmöglichkeit zum Glück nicht mehr nur über Mund zu Mund Propaganda abläuft, holten wir uns die Informationen in verschiedenen Foren aus dem Internet. Das Ergebnis war erschreckend.
Da die Anlage über W-LAN lief, war sie in wenigen Minuten zu hacken. Weil das in den meisten Foren bestätigt wurde, haben wir uns um entschieden und suchten weiter. Nach kurzem Suchen wurden wir aufmerksam auf ein neues Objekt. Es war nichts dran auszusetzen. Der Vorteil an dieser Alarmanlage war, dass es keine Funksignale gab. Die Verdrahtung war vollkommen extern. Also keine Chance für Hacker. Schlechte Kritiken im Internet gab es auch nicht. Es war also sicher. Das Profi Alarmanlagen Starter Set sollte es sein. Inzwischen wurden uns auch rund 500 € von der Schule zur Verfügung gestellt. So konnten wir dann endlich bestellen. Lukas meldete sich freiwillig die Bestellung abzugeben. Durch das Telefonat bekamen wir auch noch eine Information, die wir bisher nicht hatten. Die Alarmanlage war erweiterbar. Aus diesem Anlass bestellten wir gleich noch einen 360° Bewegungsmelder dazu. Das Set wurde sehr schnell geliefert und am 22.09.08 konnten wir beginnen.
Die Überprüfung der Materialliste fiel positiv aus. Es hat nichts gefehlt.1 x 360° Bewegungsmelder3 x 90° Bewegungsmelder2 x 500W Flutlicht2 x Fensterkontakt 1 x Türkontakt 1 x Bedienelement1 x Schlüsselschalter Damit wir uns in die Alarmanlage einarbeiten konnten, kopierte Herr Tesch uns einen Teil der Bedienungsanleitung. Da wir in zwei Gruppen arbeiteten, musste immer ein Protokoll angefertigt werden und dieses dann eine Woche später der anderen Gruppe vortragen werden. Der Protokollführer musste jede Woche ein anderer sein. Durch die Protokolle sollte die andere Gruppe immer wissen, wie weit die Gruppe der letzten Woche gekommen ist. Das hat anfangs eigentlich sehr gut geklappt. Aber je weiter wir kamen umso dünner wurden die Informationen, die wir bekamen. Bevor wir die Alarmanlage in Raum 113 installierten, mussten wir einen Prototyp der Anlage unten in der Werkstatt bauen. Der Prototyp hatte zweierlei Sinn. Erstens wurden so die Betriebsmittel auf ihre Funktion geprüft und zum Zweiten wollten wir der Schulleitung unser Projekt erst einmal vorstellen. Der Bau zog sich länger hin als erwartet, da sich immer wieder Störfaktoren einschlichen. Da wir den 360° Bewegungsmelder nicht an der Wand anbringen konnten, haben wir in der Holzwerkstatt nachgefragt ob uns dort ein rechter Winkel gebaut werden kann, damit wir so eine Zimmerdecke simulieren können. Diese Aufgabe übernahm netterweise Herr Heinzel für uns sodass wir schon in der nächsten Woche den Melder anbringen konnten. Zusätzlich wurde ein Plakat mit der Aufschrift „Projekt Alarmanlage der BFS-TE07“ erstellt. Während die einen mit der Anlage beschäftigt waren und die anderen mit dem Plakat zu tun hatten, machte sich eine kleine Gruppe dran, eine Einladung an die Schulleitung zu verfassen. Theoretisch hatte jeder immer irgendetwas zu tun. Bis es dann an die Basis der Alarmanlage ging. An ihr konnten höchstens drei Leute gleichzeitig arbeiten. Aber der Rest konnte immer wieder mal in der Bauanleitung Lösungen von einigen Problemen suchen. Außerdem mussten noch Skizzen von Raum 113 gemacht werden um die ungefähre Leitungsmenge zu berechnen und um zu schauen, wie wir die einzelnen Betriebsmittel anbringen. Am 27.10.08 machten wir den ersten Testlauf der Alarmanlage. Dieser schlug fehl. Es waren Fehler in der Anlage enthalten. Diese waren nun zu finden. Ein Fehler fand sich in der Reihenschaltung der Sabotagekontakte wieder. Ein anderes Problem war, dass die Basis nicht mit 220V angesteuert wurde. Also mussten wir eine extra Verteilung Für die 500W Flutlichter anbringen, damit diese funktionieren. Nachdem alle Fehler beseitigt waren, machten wir einen Testlauf mit dem positiven Ergebnis, dass alles funktioniert. Der einzige Dorn im Auge war noch, dass das Bedienelement seine Informationen auf Englisch anzeigte. Dem Problem rückte Herr Tesch zu Leibe. Er stellte das Bedienelement auf Deutsch um und programmierte gleich die einzelnen Zonen ein, damit, wenn ein Kontakt auslöst auf dem Display erscheint welcher es war. Am17.11.08 war es soweit und der Prototyp war fertig. Die Schulleitung war der Einladung gefolgt und war vollzählig angetreten. Zur Präsentation waren beide Gruppen anwesend. Einer stellte die komplette Alarmanlage vor. Nachdem er fertig war, wurden von den Anwesenden der Schulleitung noch einige Fragen gestellt. Diese wurden aber schnell geklärt und wir bekamen das OK die Alarmanlage im Raum 113 zu installieren. Die Demontage ging schnell und einfach. Während der Demontage wurde noch ein Klemmleistenplan von der Basis erstellt. Jetzt standen wir vor einem ganz neuen und eher unerwarteten Problem. Raum 113 war für die Zeit, wo wir Unterricht mit Herrn Tesch hatten (9:30-12:50 Uhr) belegt. Nach einigem diskutieren mit den zuständigen Lehrern kam Herr Tesch mit dem nicht ganz so positiven Ergebnis, dass wir Raum 113 nur von 11:20 – 12:50 Uhr bekommen. Also hatten wir von 9:30 – 11:00 Uhr alle Zeit der Welt das restliche Baumaterial wie Leitern, Akkubohrer und das übliche Werkzeug zu besorgen. Kurz vor 11:00 wurde dann das ganze Material schon hochgebracht, damit wir gleich bei Stundenbeginn mit dem Bau beginnen konnten. Die nächsten Wochen verbrachten wir damit, die Betriebsmittel an den richtigen Stellen anzubringen und anzuschließen. Da die Zimmerdecke aus einzelnen Platten bestand und darüber noch Platz war, konnten wir die Leitungen auf der Zwischendecke verlegen. Dies stellte sich als äußerst schwierig heraus, weil dort eine Menge Glaswolle zur Isolierung benutzt wurde. Außerdem mussten wir um diverse Betonpfeiler herum arbeiten. Das Anschließen der Betriebsmittel war kein Problem. Es mussten nur öfters einige Betriebsmittel abgenommen werden, da diese schief angebracht wurden oder zu weit auseinander angeschraubt wurden wie zum Beispiel die Fensterkontakte. Weil diese über ein magnetisches Feld auslösen, mussten sie relativ dicht aneinander angebracht werden. Da sich die Farben der Adern ein wenig geändert hatten, war es nicht ganz so einfach die Zentrale anzuschließen. Dazu kam noch, dass die einzelnen Leitungen, die von der Decke herunter kamen, entweder gar nicht oder meist falsch beschriftet waren. Darum mussten wir immer wieder mit einem Messinstrument den Durchgang der einzelnen Leitungen überprüfen, um zu schauen, welche Leitung zu welchem Betriebsmittel gehört. Am 16.03.09 waren wir theoretisch fertig mit der Alarmanlage. Auch die Testläufe fielen meist positiv aus. Es gab nur noch ein kleines Problem mit der extra Verteilung für das Licht. Das Licht hatte eine sehr lange Verzögerung, bevor es sich einschaltete. Dies wurde für die nächste Gruppe ins Protokoll aufgenommen und weitergegeben mit dem Ergebnis, dass das Problem nicht wieder auftauchte. Um es Einbrechern ein wenig schwerer zu machen ließen wir die Lichter über ein Relais laufen. Das hatte den Effekt, dass die Lichter abwechselnd in schneller Folge immer nur kurz aufblinkten. Damit die Alarmanlage auch bei einem Stromausfall funktionierte bekam das Bedienelement einen extra Akku. Den konnten wir leider nicht mehr mit in die Basis einbauen, da dort zu wenig Platz war. Also mussten wir noch ein extra Gehäuse anbauen. Aber auch das war kein großes Problem. Ein größeres Problem war, dass die Stromzufuhr für den Raum über Nacht und über die Ferien abgeschaltet wurde. Dies hatte zur Folge, dass der Akku des Bedienelements einsprang und die Anlage mit Strom versorgte. Das sollte allerdings nur geschehen, wenn es einen kompletten Stromausfall gab. Aber auch das konnte mit ein paar Leitungsbrücken in der Hauptverteilung gelöst werden. Die letzten Testläufe am 30.03.09 zeigten uns, dass die Alarmanlage nun voll funktionsfähig war. Die einzige Fehlerquelle, an der wir nichts ändern konnten war die Trägheit der Bewegungsmelder. Diese führt dazu, dass man sich im Raum aufhalten kann und zwar auch, wenn die Anlage eingeschaltet ist. Aber man dürfte sich nur im Schneckentempo bewegen und das ist bei einem Einbruch sehr hinderlich. Und da die Alarmanlage einsatzbereit ist wurde auch schon eine Einladung an die Schulleitung verfasst. Nun heißt es auf die Präsentation warten. Am 20.04.09 war es soweit. Um 11.30 Uhr kam die Schulleitung zur Abnahme der fertiggestellten Alarmanlage. Vier unserer Mitschüler erklärten sich dazu bereit, die komplette Alarmanlage vorzustellen. Nachdem die Theorie durch war, testeten wir die Anlage noch 3mal, um zu demonstrieren, dass sie funktioniert. Die Schulleitung zeigte sich sehr beeindruckt und bedankte sich recht herzlich bei uns. Fazit: Auch wenn es während des Baus einige Probleme gab, ist das Projekt Alarmanlage doch ein großer Erfolg geworden. Ich würde es wieder in Angriff nehmen, wenn ich könnte. Für nachfolgende Projekte die eine Lehrkraft durchführt die dieses Feedback liest noch ein kleiner Hinweis. Bitte weisen sie die Schüler darauf hin, wenn Protokolle geschrieben werden, diese so genau wie möglich zu halten. Dann gibt es haufenweise weniger Probleme. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |











